Die ideale Keyword-Dichte? So √§ndern sich die Zeiten… - Informationen & Meinungen



Die ideale Keyword-Dichte? So ändern sich die Zeiten…

Die ideale Keyword-Dichte? So ändern sich die Zeiten…

Aus den Urzeiten des SEO überliefert gibt es den Mythos der optimalen Keyword-Dichte. Früher funktionierten Suchmaschinen noch nach völlig anderen Ansätzen, als sie es heute tun. Entsprechend schlecht waren die Ergebnisse und entsprechend leicht war es für SEOs, diese zu manipulieren. Zur damaligen Zeit war einer der Bewertungskriterien, mit denen eine Suchmaschine versuchte zu erkennen, worum es auf einer bestimmten Webpage geht, die sogenannte “Keyword-Dichte”. Um diese zu ermitteln wurden einfach alle Worte auf der Seite gezählt und dann durch die Gesamtanzahl der Worte geteilt. Wenn man es dann für sein Keyword auf einen bestimmten Wert brachte (sagen wir 3% des Gesamtinhalts), dann rankte man damals gut. So war das.

Aber heute ist alles anders. Nun halten sich Mythen - vor allem wenn sie versprechen, mit einfältigen, simplen Methoden an viel Geld und Erfolg zu kommen - erstaunlich lange am Leben. Die Frage ist also: “Was ist die ideale Keyword-Dichte?”. Sprich: Wie viel Prozent der Worte eines Textes auf einer Seite sind optimal für ein bestmögliches Ranking? 0,7%, 7% oder eher 70%? Schockierender Weise nichts davon! Denn Google funktioniert schon lange nicht mehr auf diese Weise. Die Art, wie Websites heute relevant für einen bestimmten Begriff sind, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die nur noch zum Teil mit dem eigentlichen Text auf der Seite zu tun haben. Und die Keyword-Dichte auf diesem Text hat noch weniger damit zu tun. Aber eins nach dem anderen.

Zuerst einmal muss gesagt werden, dass es natürlich wichtig ist, die Keywords überhaupt auf der Seite zu haben. Es gibt jedoch keinen idealen Prozentsatz der Keyword-Dichte, auf den Suchmaschinen sozusagen “eingestellt sind”, damit Sie gut platziert werden, wenn Sie diesen mit Ihren Inhalten treffen. Das ist einfach nicht mehr die Art und Weise, wie Suchmaschinen Informationen bewerten. Moderne Suchmaschinen arbeiten eher so: Das erste mal, wenn Sie Ihr Keyword auf der Seite schreiben, denkt sich Google: “Hey, das ist interessant. Diese Seite handelt von diesem Thema.”. Dann, wenn Sie das Wort das nächste mal schreiben: “Oh, ok. Jaja, das ist immer noch dieses Thema”. Und Sie können das jetzt (wie im Gespräch mit einem Menschen) noch so oft sagen, wie Sie wollen. Das hilft nicht mehr wirklich viel für Ihr Ranking.

Stellen Sie sich so ein Gespräch vor, in dem Ihnen der Gesprächspartner ungefähr jeden 2. Satz wieder das Thema sagt…der Mann wirkt doch gestört auf Sie! Und auch auf Google! Deshalb läuft so jemand denn auch ab einem bestimmten Punkt Gefahr, wegen “Keyword-Stuffing” (also “Vollstopfen der Inhalte mit den Schlüsselbegriffen”) abgestraft zu werden. Das würde man in jeder Abendgesellschaft auch mit einem Menschen machen, der in jedem Satz das gleich Wort sagt. Ihn nicht mehr für voll nehmen. Und Google funktioniert heutzutage erstaunlich ähnlich, wie gut sozialisierte Menschen denken.

Wenn Sie sicher gehen möchten, dass Ihre Keywords in Ihren Inhalten enthalten sind, dann bauen Sie diese auf natürliche Weise und nicht zu häufig in Ihren Text ein. So, wie man es beim Sprechen nicht als komisch empfinden würde. Wenn Sie diesen Text jemandem vorlesen würden und es hörte sich unnatürlich und holprig an, dann machen Sie es lieber anders oder erwähnen es seltener.

Über den Autor:
Michael Lederstatter ist seit 1998 Agenturleiter, Consultant, SEO und Chef-Designer bei der Website Werkstatt, einem Fullservice Unternehmen mit den Schwerpunkten Webdesign Berlin, Web-Konzepte und Betreiber mehrerer Online-Magazine, wie z.B. Buy Hosting und weitere rund um Fachthemen der Web-Industrie.

Ähnliche Themen:
, , , , ,


Kommentarfunktion ist deaktiviert