Die Private Krankenversicherung - Informationen & Meinungen



Die Private Krankenversicherung

Gerade in der heutigen Zeit wo die gesetzlichen Krankenversicherungen immer mehr an Leistung abbauen und zudem immer teurer werden, wird die Private Krankenversicherung immer attraktiver.

Wer kann sich privat krankenversichern?
Bei dem Thema “Private Krankenversicherung”, oder auch “PKV”, muss zuerst aber einmal geklärt sein wer sich überhaupt privat Krankenversichern darf und für wen sich der Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt. Eine private Krankenversicherung dürfen all diejenigen abschließen die entweder selbstständig oder freiberuflich tätig sind, oder im Rahmen einer Beihilferegelung (Beamte) einen Anspruch auf eine private Krankenversicherung haben. Zudem können auch Angestellte eine PKV abschließen wenn ihr Monatsbruttogehalt über 3.937,50 Euro (im Jahre 2007) liegt.

Was bringt eine private Krankenversicherung?
Diese Frage kann so pauschal nicht beantwortet werden da es bei einer privaten Krankenversicherung möglich ist sich die gewünschten Leistungen im Rahmen des tariflich Möglichen selber zusammenzustellen. Viele Krankenversicherungen bieten ihren Versicherten dafür ein Baukastensystem an bei dem jeder Leistung bestimmte Preise zugeordnet sind. Je nachdem was man sich für Leistungen vorstellt verändert sich dann auch der Preis. Außerdem gibt es verschiedene Grundtarife die zudem noch durch eine evtl. Selbstbeteiligung variiert werden können.

Grundsätzlich lässt sich aber sagen dass durch eine private Krankenversicherung wesentlich bessere Leistungen erwirkt werden können als es bei der gesetzlichen Absicherung der Fall ist. Abgesehen davon dass in vielen Tarifen sämtliche anfallenden Kosten übernommen werden ist es zudem noch möglich eine evtl. Chefarztbehandlung, die Unterbringung in einem 1-Bett-Zimmer oder ein Kranken(haus)tagegeld mitzuversichern.

Was kostet mich die private Krankenversicherung?
Wie aus dem vorherigen Abschnitt schon hervorgeht ist die Tarifstruktur der privaten Krankenversicherungen relativ komplex und es sollte auf jeden Fall ein Vergleich gemacht werden bevor man sich entscheidet zu welchem Versicherer man geht. Der Beitrag wird aber generell am Alter, dem Geschlecht und der gesundheitlichen Situation des Versicherten festgemacht. So kann es in der privaten Krankenversicherung auch vorkommen dass ein Mandant nicht oder nur mit Zuschlägen angenommen wird weil seine gesundheitliche Situation ein zu hohes Risiko darstellt. Seit 2007 müssen die privaten Krankenversicherungen aber auch einen Grundtarif anbieten welcher der gesetzlichen Absicherung nachempfunden ist. Dies hat zum Zweck dass in Deutschland bisher unversicherte Menschen Versicherungsschutz genießen. Sollten diese sich den Beitrag nicht leisten können werden sie durch die Versichertengemeinschaft subventioniert.

Zukunftsaussichten der PKV?
So wie sich die Situation der gesetzlichen Krankenversicherung gestaltet sind die Zukunftsaussichten der privaten Krankenversicherungen besser als je zuvor. Durch sinkende Leistungen verbunden mit immer höheren Kosten wird die Absicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend unattraktiver was mehr und mehr Menschen dazu bewegt in die PKV zu wechseln. Wenn man logisch das Preis-/Leistungsverhältnis vergleicht dann bleibt eigentlich auch nur der Wechsel, natürlich nur wenn man nicht gesetzlich verpflichtet ist in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

Was passiert im Alter?
Viele Menschen fragen sich was denn passiert sobald sie ins Rentenalter kommen, denn in der gesetzlichen Krankenversicherung fällt man in diesem Fall ja auf einen wesentlich kleineren Beitrag ab. In der privaten Krankenversicherung gibt es einen solchen “Rentnerbeitrag” vom Grundprinzip her eigentlich nicht, die meisten Versicherer führen aber ein Überschusssystem dass den langjährig Versicherten dann im Alter zu Gute kommt. Auch ist es meist möglich im Rahmen der tariflichen Möglichkeiten eine sogenannte “Beitragsreduktionskomponente” in den Vertrag mit einzuklammern. Hier versichert man einen bestimmten Betrag, beispielsweise 100,- Euro. Um diesen Betrag wird die eigene private Krankenversicherung dann im Alter günstiger. Während der Laufzeit der Beitragsreduktionskomponente bezahlt man dafür eine monatliche Gebühr.

Auf jeden Fall aber sollte man bedenken dass gerade im Alter, wo in der Regel ja mehr Erkrankungen auf den Menschen zukommen wie als junger Mensch, eine Private Krankenversicherung bahres Geld wert sein kann, denn gerade Rentner werden in der gesetzlichen Krankenversicherung absolut unterversorgt. Bei vielen Krankheiten und Beschwerden haben wir heute schon das Problem dass diese in der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt nicht mehr versichert sind und der Versicherte große Teile der Kosten selber übernehmen muss.

Zusätzliches:
Die meisten privaten Krankenversicherer bieten ihren Versicherten zudem ein Bonussystem an dass diejenigen belohnt die wenig krank geworden sind. Meist funktioniert dass so dass man je nachdem wie viele Jahre man schon keine Rechnungen mehr eingereicht hat, einen,eineinhalb, zwei oder mehr Beiträge zurückerstattet bekommt. Gerade wenn man eine private Krankenversicherung mit Selbstbeteiligung abgeschlossen hat kann das eine lohnende Rechnung zu sein, denn man würde ja eh bis zur Grenze seiner Selbstbeteiligung die Rechnungen selber begleichen müssen.

Beitragsanpassungen:
Generell ist die Versicherung die man abgeschlossen hat tariflich sicher und der Beitrag wird nicht angepasst wenn der Mandant älter wird. Es kann jedoch sein dass die Private Krankenversicherung am Ende eines Jahres feststellt dass die Kosten in einem bestimmten Tarif die Einnahmen übersteigen. In einem solchen Fall wird für das kommende Jahr ein Anpassungssatz festgelegt. Beträgt dieser z.B. 3%, dann würde jemand der bisher 200,- Euro bezahlt hat 206,- Euro bezahlen müssen. In letzter Konsequenz kommt dieses ja aber wieder dem Versicherten zu Gute.

Zusammenfassend kann man sagen dass die Private Krankenversicherung sicherlich erst am Anfang ihrer Zukunft steht. In den nächsten Jahren wird die Tendenz mehr und mehr hingehen zur eigenen Vorsorge, eben auch im Gesundheitsbereich. Hier gilt es sich schon in frühen Jahren Gedanken an Später zu machen damit man am Ende nicht zu denjenigen gehört die die Zeichen der Zeit verpasst haben.

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