DSL - Informationen & Meinungen



DSL

Die drei Buchstaben “DSL” stehen für den englischen Ausdruck “Digital Subscriber Line” oder ins Deutsche übersetzt “Digitaler Teilnehmer Anschluss”. Über diesen speziellen Anschluss können Kunden Daten mit einer hohen Übertragungsrate von bis zu über 200 Mbit/s senden und empfangen. Die Übertragung erfolgt in der Regel über einfache Kupferleitungen. Dank der DSL-Technik sind die Telefonmodem- und ISDN-Verbindungen mittlerweile technisch überholt. Die maximale Übertragungsrate lag bei diesen Verbindungsarten bei lediglich 128 kbit/s.
Entscheidet man sich für einen DSL-Anschluss, so müssen in der Regel keine Veränderungen an der bestehenden Leitung vorgenommen werden. Die auf dem Massenmarkt verwendeten DSL-Verfahren nutzen ein Frequenzband auf der bereits verlegten Kupfer-Doppelader des Telefonnetzes, welches oberhalb des für die Telefonie gebräuchlichen Frequenzbereiches liegt. Dieses Frequenzband bedient einen weitaus größeren Frequenzbereich als beispielsweise die Internetverbindungen über eine analoge Telefonleitung. Der größere Frequenzbereich ermöglicht einen erheblich schnelleren Datenverkehr. Allerdings ist die Reichweite des Frequenzbandes so weit eingeschränkt, dass das Signal schon in der Ortsvermittlungsstelle weiterverarbeitet werden muss. Zwischen dem DSL- Modem und der jeweils nur wenige Kilometer entfernten Vermittlungsstelle wird das Signal über die Telefonleitung übertragen. Die Vermittlungsstelle wandelt die Signale dann je nach Richtung des Datenflusses in analoge oder digitale Signale um.
Ein großer Vorteil des DSL ist die ständige Nutzbarkeit der Internetverbindung. Bei den gebräuchlichen DSL-Modellen wird der Frequenzbereich, welcher für die Festnetztelefonie vorgesehen ist, ausgespart. Dadurch lässt sich DSL parallel zum normalen Telefon genutzt werden. Auch andere ans Telefonnetz angeschlossene Geräte wie etwa ein Fax stehen weiterhin neben dem Internetzugang zur Verfügung.
Allerdings ist auch in Deutschland nicht jede Telefonleitung DSL-fähig. Laut Aussagen der Deutschen Telekom können 93% der Teilnehmeranschlüsse mit DSL versorgt werden. Allerdings bleiben dabei die Anschlüsse außen vor, die zwar in ausgebauten Anschlussbereichen liegen aber aufgrund ungeeigneter Anschlussleitungen keinen DSL-Zugang erhalten können.
In der Regel gibt es drei Abrechnungsmöglichkeiten, nach denen sich die Kosten des DSL-Anschlusses berechnen. So gibt es DSL-Zeittarife, DSL-Volumentarife oder eine DSL-Flatrate. Aufgrund der uneingeschränkten Nutzungsmöglichkeit sowie dem durch die starke Konkurrenz der Provider gesunkenen Festpreis hat sich die Flatrate als Standard etabliert. Provider bieten auch Komplettpakete an, die zumeist aus Telefonanschluss, DSL-Anschluss und Flatrates sowohl für Festnetz-Telefonie als auch den DSL-Zugang bestehen. DSL-Modem und gegebenenfalls Router werden nur bei einigen Anbietern kostenlos bereitgestellt. In der Regel müssen dieses jedoch noch zusätzlich bezahlt werden. Neben dem Modem benötigt der Kunde als zusätzliche Hardware-Komponente einen Splitter, mit dem die paralle Nutzung anderer an die Leitung angeschlossener Geräte sichergestellt wird.

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