Edelsteine und ihre mineralische Zusammensetzung, ihre Fundorte und ihre Farben - Informationen & Meinungen



Edelsteine und ihre mineralische Zusammensetzung, ihre Fundorte und ihre Farben

Wie der Rubin besteht auch der Saphir aus Aluminiumoxid. Allerdings haben Saphire eine ganz andere Farbe als Rubine. Die Farbe der Saphire kann zwischen farblos bis kornblumenblau variieren. Da die mineralische Zusammensetzung der Saphire denen der Rubine ähnelt, sind auch die Fundorte dieser Edelsteine recht ähnlich. Man findet Saphire in Burma, in Thailand, auf Sri Lanka, aber auch in Nordpakistan und in Australien. Bereits an ihrer intensiven grasgrünen bis dunkelgrünen Färbung erkennt man die Smaragde. Smaragde bestehen aus Beryllium, Tonerde und Silikaten. Hauptfundorte dieser Edelsteine sind Kolumbien, der Ural, Südafrika und Brasilien.

Gleichfalls in Brasilien findet man den Topas. Topase zeigen ganz unterschiedliche Farben: von farblos über gelblich und rosé bis hin zu blau. Auch sie bestehen aus Tonerdesilikaten. Neben Brasilien sind auch Sri Lanka, Russland und Namibia häufige Fundorte von Topasen. Das goldbraune Tigerauge besteht aus Quarz und kommt vorwiegend in Südafrika als auch in Westaustralien vor. Der blaue bis grünblaue, gefleckte Türkis weist eine mineralische Zusammensetzung von Tonerde und Phosphaten auf. Türkise sind recht weit verbreitete Edelsteine. Man findet sie in Afghanistan, in Persien, in China, genau so wie in den USA, in Mexiko als auch in Australien.

Die Turmaline zeigen wiederum sehr unterschiedliche Farben. Ihre Farbspanne reicht von gelblichbraun, zu grün, zu blau, bis rötlich und sogar schwarz. Turmaline findet man vorwiegend in Brasilien, in den USA, auf Madagaskar, auf Sri Lanka und in Namibia. Diese Edelsteine sind aus Borsilikaten aufgebaut. Die Farben des Zirkons variieren zwischen farblos, gelb, blau, grün, braun und rot. Hauptfundorte des Zirkons sind Thailand, Sri Lanka, Vietnam und Australien. Wie der Name des Edelsteins schon sagt, besteht dieser aus Zirkoniumsilikaten. Für die Reinheit eines Edelsteines gibt es spezielle Kriterien. Hierbei wird mit bloßem Auge oder mit 10-facher Vergrößerung geprüft, ob der Stein Einschlüsse enthält oder nicht. Als Faustregel gilt hier: je mehr Einschlüsse, desto geringer der Wert.

Andererseits muss auch unterschieden werden, wie wertvoll der Stein an sich ist. Zum Beispiel kann ein Saphir mit größeren Einschlüssen akzeptabel sein, während ein minderwertiger Stein mit für das Auge sichtbaren Einschlüssen nicht mehr annehmbar ist. Die Reinheitsgrade von Edelsteinen sind genau festgelegt und haben verschiedene Reinheits-Einstufungen. FI bedeutet, dass der Stein sowohl für das bloße Auge als auch unter 10-facher Vergrößerung keinerlei Einschlüsse aufweist. Eine Stufe darunter befindet sich die Kategorie EC, das bedeutet, dass der Stein zwar Einschlüsse hat, diese jedoch nur mit der Vergrößerung gesehen werden können. Hat der Stein sehr kleine Einschlüsse wird er in die VSI-Kategorie eingeordnet.

Kleine Einschlüsse führen zur SI-Einstufung. Weist der Stein mittelgroße Einschlüsse auf, bekommt er die Bezeichnung MI, bei größeren und sehr großen Einschlüssen wird die Einstufung HI bzw. EI vergeben. Ähnlich wie die Reinheit von Edelsteinen nicht sehr leicht zu bestimmen ist, gibt es auch bei der farblichen Qualität keine rechten Einheitskriterien. Die Qualität der Farbe hängt eher vom Edelsteintyp ab als von der Farbintensität. Weiße Steine beispielsweise weiße Topases, müssen nahezu farblos sein, wohingegen farbige Steine eine möglichst hohe Farbintensität aufweisen müssen. Die farblichen Qualitäten eines Edelsteins werden mit Buchstaben beschrieben: AAA bedeutet eine exzellente Farbqualität, AA eine sehr gute, A eine gute, AB eine normale und B eine eher unterdurchschnittliche Qualität.

Ähnliche Themen:
, , ,


Einen Kommentar schreiben

Du mußt angemeldet sein, um kommentieren zu können.