Festgeld gegen die Inflation - Informationen & Meinungen



Festgeld gegen die Inflation

Die Berichte über die steigende Teuerungsrate in Deutschland verwundern nur wenige Menschen. Ohnehin herrscht seit einigen Jahren weitgehend der Konsens vor, dass alles teurer wird. Kein Wunder, dass das Konsumentenklima in der Bundesrepublik seit Jahren auf einem Tiefpunkt verharrt. Nahezu jeder versucht, irgendwo die steigenden Preise für Energie, Lebensmittel etc. durch Einsparungen aufzufangen.

Demgegenüber steht eine wachsende Zahl von Kapitalanlegern, die sich offensichtlich im Hinblick auf ihre Anlagestrategie keine Gedanken über die Folgen der beschleunigten Teuerung machen. Erhebliche Summen schlummern auf Sparbüchern und Girokonten und werden dementsprechend niedrig verzinst. Dabei ist die Rechnung einfach: Übersteigt die Teuerungsrate zwanzig Jahre lang den Nettozins um zwei Prozentpunkte, verliert das Kapital ein Drittel an Wert. Dementsprechend sollten Vorkehrungen getroffen werden, damit die eigene Finanzplanung nicht ins Wanken gerät. Wer das Risiko des Aktienmarktes scheut, kann sich mit Festgeld behelfen. Der Anleger vereinbart dabei mit der Bank, dass er für eine bestimmte Zeit nicht über seine Einlagen verfügt. Das Geldhaus räumt ihm im Gegenzug einen höheren Zins ein. Wer Zwanzigtausend Euro für zwölf Monate anlegt, kann je nach Anbieter im Schnitt mit einer Bruttorendite von 4 bis 4,5 Prozent rechnen. Abzüglich der anfallenden Steuern ergibt sich so in jedem Fall ein Inflationsausgleich, so dass das hart erarbeitete Kapital nicht an Kaufkraft verliert.

Im Prinzip gibt es bei der Anlage in Festgeld nicht viel zu beachten, da das Prozedere sehr transparent ist und nicht viel Wissen notwendig ist. Mittels einer kurzen Recherche im Internet kann für die gewünschten Konditionen, also für den geplanten Betrag und die geplante Dauer, der beste Zins ermittelt werden. Die erwählte Bank sollte jedoch Mitglied in einem Einlagensicherungsfonds sein, damit im Falle einer Schieflage des Kreditinstituts die Einlagen nicht gefährdet sind. Auch sollte nicht das gesamte verfügbare Kapital gebunden werden. Ein Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben sollte immer verfügbar sein, denn in Festgeld angelegtes Kapital liegt buchstäblich fest, ein vorzeitiger Ausstieg ist nicht möglich. Möchte sich der Anleger diese Möglichkeit jedoch offen halten, da er nicht mit Sicherheit sagen kann, ob das angelegte Geld während der Laufzeit nicht vielleicht doch benötigt wird, so sollte stattdessen über eine Anlage in Tagesgeld nachgedacht werden. Ein Tagesgeldkonto bietet derzeit ähnliche Zinsen wie sie mit Festgeld möglich sind, erlaubt es dem Anleger jedoch täglich auf das gesamte Anlagevermögen zuzugreifen und die Geldanlage zu beenden, ohne dass dafür Gebühren oder ein Verlust der erzielten Zinsen anfallen würde.

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