Mobiles Internet: auch 2008 ein Megatrend - Informationen & Meinungen



Mobiles Internet: auch 2008 ein Megatrend

Nachdem bereits im vergangenen Jahr mobile Internetzugänge auf der Wunschliste vieler Surfer ganz oben standen sieht es für die UMTS Flatrate und die anderen UMTS Tarife auch in diesem Jahr sehr gut aus.
Eins vorweg: die Netzbetreiber haben jetzt in Sachen UMTS wirklich Blut geleckt und sind bereit, ihre Ambitionen auf dem Markt für mobile Datengeräte und –tarife auch mit entsprechenden Investitionen in Netzausbau und Servicequalität zu unterstreichen. Jüngstes Beispiel hierfür ist das Unternehmen E-Plus, das mit seiner Flatrate-Marke Base und der Prepaid-Tochter Simyo bereits in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen im Mobilfunkmarkt gesorgt hat. E-Plus möchte sein UMTS Netz jetzt unverzüglich ebenfalls mit dem Datenturbo HSDPA ausstatten. Diese mobile Breitbandtechnologie ermöglicht im Vergleich zu UMTS allein um ein Vielfaches erhöhte Downloadgeschwindigkeiten. Bisher waren nur die Netze der beiden größten deutschen Mobilfunk-Provider, T-Mobile und Vodafone, großflächig mit HSDPA versorgt. E-Plus konnte hingegen vor allem über die Tarife punkten, die teilweise deutlich unter denen der Mitbewerber lagen und die geringeren Übertragungsgeschwindigkeiten kompensieren sollten.
Der kleinste deutsche Mobilfunknetzbetreiber, o2, hat mit dem HSDPA Ausbau bereits Ende 2006 begonnen, konnte die Verfügbarkeit bisher aber nur in einigen deutschen Großstädten realisieren. Aber auch bei o2 soll, wenn es nach dem spanischen Mutterkonzern Telefónica geht, das Mobilfunknetz für die Zukunft fit gemacht werden. Dafür sind laut Unternehmensangaben Investitionen in die Netzinfrastruktur in dreistelliger Millionenhöhe vorgesehen.
Neben den Netzbetreibern haben auch die Gerätehersteller ein ureigenes Interesse am boomenden Internet für Unterwegs. Allen voran hat der kalifornische Edel-Elektronik-Konzern Apple mit seinem neuartigen Handy-Konzept “iPhone” die Handywelt kräftig durcheinander gewirbelt.

Auch wenn das iPhone in Deutschland bisher bei den Abverkaufszahlen nicht ganz überzeugen konnte, so ist es Apple dennoch gelungen, in Punkto Bedienbarkeit und Darstellung von Inhalten bei den begrenzten Möglichkeiten eines Handys neue Maßstäbe zu setzen. Neben den Apfelhandys aus Cupertino ist auch Nokia längst auf den Trend aufmerksam geworden und möchte davon profitieren, sobald noch mehr Menschen über das Handy auf das Internet zugreifen. Nichts desto Trotz bleibt das Handy Internet für viele Surfer aufgrund der kleinen Bildschirmgröße nur die zweite Wahl. Mit einem Notebook dagegen lassen sich alle Webinhalte so darstellen, wie man es auch von stationären Computern gewohnt ist.

Die gesteigerte Flexibilität ist wohl mit ein Grund dafür, warum die Menge der verkauften Mobilcomputer 2008 erstmals höher ausfallen dürfte als die Anzahl verkaufter PC-Systeme. Und das wiederum ist mit ein Grund dafür, dass Notebookhersteller zunehmend auf integrierte UMTS Modems setzen, die einen mobilen Webzugang für den Nutzer noch einfacher gestalten.

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