Tischtennis - Blütezeit ab 1922 - Informationen & Meinungen



Tischtennis - Blütezeit ab 1922

Tischtennis erlebte seine Blütezeit erst ab ca. 1922, nachdem es vorher noch eine eher unbekannte Sportart war. Dies äußerte sich besonders an der großen Anzahl an Verbänden und technischen Neuerungen, die in dieser Zeit entstanden.

1922 gründete sich der bis dahin existierende Verband PPA unter dem Namen ETTA („English Table Tennis Association“) neu. Von den Verbandsmitgliedern der ETTA wurde 1923 ein Turnier organisiert, das mit 40.000 Spielern und Spielerinnen in 40 Hallen das größte war, das die Tischtenniswelt bis dahin gesehen hatte. Und so dauerte es denn auch fast vier Monate bis die Sieger feststanden.

In Deutschland dagegen wurde der heute bekannte DTTB („Deutscher Tischtennis-Bund“) erst im November 1925 gegründet. Mit der „Machtergreifung“ Hitlers und seiner Nationalsozialisten erhielt dieser jedoch einen Rückschlag und wurde erst 1949 wieder gegründet. 1926 fanden die ersten Weltmeisterschaften im Tischtennis statt. Dabei wurde aus den bis dahin bestehenden Verbänden aus England, Österreich, Ungarn, Deutschland, Dänemark, Schweden, und der Tschechoslowakei der ITTF („International Table- Tennis Federation“) gegründet.

Dank dem ITTF entstanden international einheitliche Regeln und Maße, die z.B. die Größe der Tischtennisplatte und der Bälle regelten. Bis auf ein paar Ausnahmen in der Ballgröße, gelten diese heute noch. Mit einem Zeitlimit ging man erfolgreiche gegen die langweilige „Mauern“ - Taktik vor. In Japan wurden neue Techniken für die Schlägerbeläge aus Schaumstoff vollendet, die bisher unvorstellbare Tempowerte erreichten und Japan zu der neuen Macht im Tischtennis machten. Da der ITTF einen wiederkehrenden Imageverlust des Tischtennissportes befürchtete, verbot er diese Form des Belages 1959. Die neuen Beläge bestanden nur noch aus einer Gesamtdicke von maximal vier Millimeter und der Oberbelag nicht mehr aus Schaumstoff. Hieraus entwickelten sich die heutigen sogenannten „Sandwich“ –Beläge.

Nun war der Belag endlich geregelt und die Japaner erfanden auch gleich einen neuen revolutionären Schlag – den Topspin. Dieser war die Ursache dafür, dass in den nächsten Jahren alle Weltmeister aus Asien kamen. Sicherlich war dies ein Grund dafür, ab 1958 die erste Europameisterschaft auszutragen und die Asiaten damit außen vor zu lassen. Ab 1957 wurden Weltmeisterschaften nur noch im Zweijahresrhythmus ausgetragen. Danach fand der Topspin auch Könner im europäischen Raum, und Europa konnte sich auch wieder mit Erfolgen bei Turnieren auf der ganzen Welt rühmen, bei denen ein kleiner Zelluloidball über eine Tischtennisplatte gejagt wird.

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