Uhr - Informationen & Meinungen



Uhr

Einst gab es nur Sonne, Mond und die Sterne, um die Zeit zu messen. Der Lauf der Sonne kennzeichnete einen Tag mit Morgen, Mittag und Abend.

Heute ist ein Leben ohne Uhr gar nicht mehr möglich. Unser ganzer Tagesablauf wird durch die Uhr bestimmt: Zum Aufstehen der Wecker, zum Arbeiten gehen die Küchenuhr, bei der Arbeit die Werksuhr, nach der Arbeit die Armbanduhr und abends die Wohnzimmeruhr. Das ist die Kurzversion über den Nutzen eines Zeitmessers, der heute noch diese Funktion erfüllt, aber auch ein Schmuckstück für Damen und Herren oder Räume geworden ist.

Die früher so mächtige Uhrenindustrie in Deutschland spielt heute keine Rolle mehr. Einst Vorreiter und Ideengeber für zahnradgetriebene, elektronische und auch für elektromechanische Uhren – mit Tausenden von Arbeitsplätzen –, können heute nur noch wenige Firmen mit so genannten Nischenprodukten überleben. Hochwertige und damit hochpreisige mechanische Uhren sind zur Zeit der Rettungsanker vieler Uhrenhersteller.

Begonnen hat die Geschichte der Zeitmessung mit Elementaruhren: Sonnen-, Sand- oder Wasseruhren. Welche diese Uhren wann und von wem erfunden wurden, das ist heute noch Spekulation. Vermutlich waren es wieder einmal die alten Ägypter, die die Zeit zum Laufen gebracht haben. Doch ist es auch möglich, dass es Parallelentwicklungen auch in Europa gab. Einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg gibt es nicht. Die erste Pendeluhr soll von Galilei stammen.

Mit der Erfindung der Räderuhren ging auch die künstlerische Ausgestaltung kleiner und großer Uhren einher. Die Zeitmessung wurde zum Kunstobjekt, die als Ausstellungsobjekte für Furore sorgten. So war eine vier Meter hohe Kunstuhr der Schwarzwälder Uhrenfabrik Junghans auf der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 ein echter Publikumsmagnet. Die Uhrenhersteller übertrafen sich auch bei kleineren und größeren Standuhren mit mehr oder weniger originellen Modellen.

Ein Meilenstein der Zeitmessung war die 1949 erstmals eingesetzte Atomuhr. Eine befindet sich in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Von hier aus werden seit 1967 unsere Funkuhren gesteuert.

Verschiedene Sportarten sind ohne Stoppuhren gar nicht durchführbar. Neben der elektronischen Zeitmessung, wird immer noch auch mit der Hand gestoppt. Für Jogger oder sonstige Läufer ist die Stoppuhr zu einem wichtigen Hilfsmittel geworden - ein Renner auf dem Gabentisch. Dies gilt auch für Taucheruhren, die eine ganz besondere Zuverlässigkeit aufweisen müssen.

Mit der Zeit wurde erkannt, dass Uhren zu einem echten Statussymbol wurden. Einzelne Marken haben sich ein solch exklusives Image geschaffen, dass schon der Name allein einen entsprechenden Preis hat. Alle diese Uhren haben eines gemeinsam, sie entstehen unter sensibelster Handarbeit. Uhrmacher, die solche Uhren herstellen, sind alle Meister ihres Faches, gut ausgebildet und mit einem hohen Qualitätsanspruch.

Der Kauf einer solchen Uhr ist in der Tat eine Anschaffung fürs Leben. Das wissen auch die Hersteller, die guten Gewissens langjährige Garantien anbieten. Doch nicht nur das handwerkliche Können ist Maßstab für den Preis, sondern auch das Material: Gold, Silber, Edelstahl, hochwertiges absolut kratzfestes Mineralglas usw. Die anspruchsvollsten Zahnräder sind gar aus echten Diamanten gebaut, und es werden Zifferblätter aus Elfenbein angeboten.

Damen- oder Herrenuhren unterscheiden sich nicht nur sehr vom Aussehen, sondern auch in ihrer Funktionalität. Damenuhren haben selten mehr als Zeit und Datum, während Herrenuhren mit Auto-LED, Neo-Display, 2. Zeitzone, Stoppfunktionen und Tagesalarm usw. kaum noch auskommen.

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