Zahnarztbesuche mit Kindern - Informationen & Meinungen



Zahnarztbesuche mit Kindern

Kinder sind von Grund auf nicht ängstlich. Wenn wir ihnen jedoch eine gewisse Angst vorleben, wird sich diese ziemlich schnell in ihnen verankern. Wir kennen dieses Problem beispielsweise bei kleinen Krabbeltierchen. Haben wir Angst oder Ekel vor Spinnen, werden auch unsere Kinder die kleinen Tierchen nicht anfassen. Ebenso verhält es sich bei Schlangen. Jedes Kind würde im Grunde eine Schlange anfassen, wenn die Eltern zwanglos und locker auf diese zugehen würden und die Schlange anfassen würden.

Diese Grundzüge der Psychologie sind auch auf die Zahnmedizin übertragbar. Uns wird empfohlen, unsere Kinder zu Zahnarztterminen, die uns betreffen, mitzunehmen und ihnen vorzuleben, dass der Zahnarzt nichts Schlimmes macht und es gar nicht gefährlich ist, sich auf dem Zahnarzt-Stuhl hilflos auszuliefern. Sind wir jedoch ängstlich gegenüber dem Zahnarzt, werden unsere Kinder dies ganz schnell merken, denn mal ehrlich, wer kennt uns besser als unsere Kinder? Diese werden Veränderungen in der Stimme oder leichte nervöse Bewegungen sofort feststellen und werden damit Gefahr verbinden. Für sie heißt es also: „Wenn Mama beim Zahnarzt Angst hat, dann passiert da was Schlimmes, also habe ich auch Angst.“ Von daher sollten wir unsere Kinder nur zu unseren Zahnarztterminen mitnehmen, wenn wir selbst angstfrei sind.

Irgendwann ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, wo wir unsere Kinder so oder so zum Zahnarzt bringen müssen, sei es um die erste Vorsorgeuntersuchung durchzuführen oder aber auch um die erste Karies zu entfernen. Wenn wir hier nicht reagieren, weil wir selber die Zahnarztpraxis meiden, kann dies zu schlimmen Folgen für unsere Kinder führen. Schnell kann hier eine Zahnfleischentzündung hervorgerufen werden oder aber das Tragen einer Zahnspange nötig werden. Und was können unsere Kinder schließlich dafür, dass wir vielleicht begründete, vielleicht aber auch unbegründete Angst vor der Zahnarztbehandlung haben?

Vielleicht haben unsere Kinder gar kein Problem mit der Zahnarztpraxis und lassen sich ohne Probleme vom Zahnarzt untersuchen, bei den Kindern, die – vielleicht wie wir – von der Angst geprägt sind, gibt es immer noch die Möglichkeit, einen spezialisierten Kinderzahnarzt aufzusuchen, dieser ist neben der zahntechnischen Medizin auch in psychologischer Hinsicht bezogen auf Kinder ausgebildet und kann hier sicherlich verständnisvoller und einfühlsamer an die Kinderzähnchen herangehen.

Wichtig ist jedoch, dass wir unsere Kinder zu diesem Zahnarzttermin begleiten und, auch wenn wir selbst Angst haben, ihnen bei der Untersuchung zur Seite stehen. Denn nichts bedeutet für Kinder mehr Sicherheit, als wenn ein Elternteil anwesend ist. Nebenbei sollte man dem Kind gut zureden und es immer wieder loben, wenn es den Mund geöffnet hat oder aber auch genau das macht, was der Zahnarzt ihm sagt.

Um frühzeitige Zahnarztbehandlungen zu vermeiden, gehört selbstverständlich das tägliche Zähneputzen dazu, was für Kinder nicht zu einer Pflicht werden sollte, sondern eher zu einem Spaß, den man täglich zweimal durchführt.

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